Fünf Täler in zwei Ländern. Wir denken in Tälern und Fahrzeiten, nie in Kilometern.
Italien — Provinz Sondrio
Oberes Veltlin — Bormio, Livigno, Valdidentro, Valfurva, Valdisotto, Sondalo. Das touristische Zentrum: Auf Livigno entfällt etwa ein Drittel der Betten der Provinz, auf Bormio ein weiteres Viertel. Die Nachfrage gipfelt an Weihnachten, im Februar und im August und bricht dazwischen ein.
Mittleres und unteres Veltlin — Sondrio, Tirano, Morbegno, Aprica, Teglio. Hier lebt der grösste Teil der rund 179 000 Einwohner, und hier liegt die stetige Nachfrage über das ganze Jahr: Hausaufgabenbetreuung, Abendschichten, Spitaldienste.
Chiavenna-Tal — Chiavenna, Madesimo, Campodolcino, Villa di Chiavenna. Ein eigenes Tal und kein Teil des Veltlins — das ist erwähnenswert: Strasse, Dialekt und Gewohnheiten sind andere.
Val Masino und Valgerola — zwei Seitentäler des unteren Veltlins, jedes mit nur einem Ort: Val Masino, das Tor zum Klettern und Wandern auf Granit im Val di Mello, und Gerola Alta, Heimat des Bitto-DOP-Käses und des Skigebiets Pescegallo. Eigene Seite für Val Masino und eigene Seite für Gerola Alta.
Schweiz — Kanton Graubünden
Puschlav — Poschiavo, Brusio, Le Prese. Mit Tirano über die Berninabahn verbunden; rund 1300 italienische Grenzgängerinnen und Grenzgänger pendeln in die Region Bernina.
Bergell — Vicosoprano, Stampa, Soglio, Castasegna, von Chiavenna über den Malojapass erreichbar.
Engadin — St. Moritz, Pontresina, Samedan, Zuoz, Silvaplana und das Unterengadin bis Scuol. Allein die Region Maloja zählt rund 5600 italienische Grenzgänger, das Unterengadin rund 1600. Mehr zur Kinderbetreuung im Engadin.
Warum wir in Tälern denken
Fünfzehn Kilometer können zehn Minuten der Talsohle entlang sein oder eine Stunde über einen Pass — der im Winter schlicht geschlossen sein kann. Ein Radius auf der Karte ist hier ein Versprechen, das niemand halten kann. Nennen Sie deshalb beim Schreiben Ihren Ort, nicht Ihre Entfernung.
